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Petra Bork / pixelio.de
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Thomas Morus

Thomas Morus ist der Patron der KjG.

 
 

Wie kann ein Mann, der vor mehr als 500 Jahren geboren wurde (am 6. Februar 1478) heute noch Vorbild für Kinder und Jugendliche sein? Gerade heute, wo der Glaube kleine Selbstverständlichkeit mehr ist und wo die Vielfalt der Sinnangebote und Meinungen eine eigene Entscheidung verlangen, kann das Leben dieses christlichen Politikers Orientierung geben. Er hat seinen Glauben überzeugend vorgelebt und ist sich selbst treu geblieben. Sein Lebensmotto war, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen – und sei es auch der König.
 

Der Wahlspruch

Die Konsequenz, die Thomas Morus zum „Märtyrer des Gewissens“ gemacht hat (so wurde er später oft genannt) schlägt sich in  seinem Wahlspruch nieder, der zum Wahlspruch unseres Verbandes geworden ist: „Nie habe ich daran gedacht, einer Sache zuzustimmen, die gegen mein gewissen wäre“.
 

Wer war er eigentlich?

Thomas Morus wurde als geschätzter Berater und Mitarbeiter des englischen Königs Heinrich VIII. von diesem 1529 zum Kanzler des Königreiches ernannt. Schon zwei Jahre später konnte er das Tun des Königs nicht mehr gutheißen, da dieser sich von sein er Gattin, Katharina von Spanien, trennen wollte, um Anna Boleyn zu heiraten. Ziel des Königs war, dass Anna ihm einen männlichen Thronerben gebären sollte. Der Papst konnte und wollte die Ehe mit Katharina nicht lösen. Als sich Heinrich weigerte, das päpstliche Urteil zu akzeptieren, machte er sich selbst zum „Obersten Haupt der Kirche Englands“ und  sagte sich vom Papst los. Dadurch schufen er und seine Anhänger die Voraussetzung für das Entstehen der Anglikanischen Kirche, der von Rom getrennten Kirche von England. Thomas konnte diese Entscheidung nicht mittragen und bat um Entlassung aus seinem Amt als Kanzler. Er weigerte sich, öffentlich Heinrich VIII. als Oberhaupt der Kirche Englands anzuerkennen. Statt des verlangten Eides berief er sich auf sein  Gewissen und forderte, in dieser Angelegenheit schweigen zu dürfen. Heinrich ließ ihn verhaften und im Tower einkerkern, wo er am 6. Juli 1535 hingerichtet wurde.
 

Heute noch aktuell?

Thomas Morus macht deutlich, dass nur Mitlaufen und Diskutieren ohne die Bereitschaft und Entscheidung und zum Handeln zu wenig ist. In vielfacher Hinsicht sind wir zur Entscheidung und zur Entschiedenheit gerufen und können nicht nur darüber reden, was man tun müsste und sollte. Wir müssen entscheiden, wie wir unseren Glauben leben und wie wir aus dem Glauben heraus die Welt mitgestalten. Wir sind herausgefordert, eindeutig „Ja“ oder „Nein“  zu sagen. Es ist wichtig, das eigene Gewissen zu bilden und ihm treu zu sein.  Das Beispiel unseres Patrons kann uns dazu Anregung und Hilfe sein.
 

E-Mail:
Infos: info@kjg-mainz.de
 
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